<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><channel><title>context werbung: Journal</title><description>context werbung ist ein unabhängiges deutschsprachiges Fachmagazin. Es erklärt Werbung durch ihren Zusammenhang: Marktbedingungen, Markenstrategie, Kreation, Distribution, Messung und die Grenzen belegbarer Wirkung.</description><link>https://context-werbung.de/</link><language>de-DE</language><copyright>© 2026 context werbung</copyright><managingEditor>hallo@context-werbung.de (context werbung)</managingEditor><webMaster>hallo@context-werbung.de (context werbung)</webMaster><generator>context werbung Redaktionssystem</generator><ttl>720</ttl><item><title>Werbeaussagen: Belege, Kennzeichnung und Rechtsrahmen</title><link>https://context-werbung.de/journal/werbeaussagen-belege-kennzeichnung/</link><guid isPermaLink="true">https://context-werbung.de/journal/werbeaussagen-belege-kennzeichnung/</guid><description>Was hinter Werbeclaims stehen muss und wie kommerzielle Absender gekennzeichnet werden. Rechtliche Einordnung zu Green Claims und Creator-Werbung.</description><pubDate>Tue, 29 Sep 2026 07:00:00 GMT</pubDate><dc:creator>Alexander Weber</dc:creator><content:encoded>Der Substantiierungsgrad von Werbeclaims Der rechtliche Rahmen für Werbung setzt an zwei Punkten an, die in der Praxis häufig getrennt behandelt werden und doch zusammengehören. Der erste Punkt betrifft den Inhalt einer Aussage: Ob eine Behauptung zulässig ist, hängt davon ab, ob sie belegbar ist. Der zweite Punkt betrifft die Erkennbarkeit: Ob eine Veröffentlichung als Werbung gilt, hängt davon ab, ob ein kommerzieller Zweck und eine Gegenleistung vorliegen. Für den ersten Punkt ist das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb die zentrale Grundlage. Nach § 5 UWG handelt unlauter, wer eine irreführende geschäftliche Handlung vornimmt. Eine solche liegt vor, wenn eine Angabe geeignet ist, bei einem wesentlichen Teil des Publikums eine Fehlvorstellung hervorzurufen, die geeignet ist, eine geschäftliche Entscheidung zu beeinflussen. § 5a UWG ergänzt dies um den Fall des Verschweigens: Das …</content:encoded><category>Hintergrund</category><category>Deutschland</category><category>markt-regulierung</category><author>Alexander Weber</author></item><item><title>Werbewirkung messen: Was Zahlen tatsächlich belegen</title><link>https://context-werbung.de/journal/werbewirkung-zahlen-belege/</link><guid isPermaLink="true">https://context-werbung.de/journal/werbewirkung-zahlen-belege/</guid><description>Kontakte, Befragungen, Verhalten und inkrementeller Zusatzabsatz. Mit einer Modellrechnung zum Lift und sauber eingeordneten Destatis-Daten 2025.</description><pubDate>Mon, 14 Sep 2026 07:00:00 GMT</pubDate><dc:creator>Dr. Marlene Kaufmann</dc:creator><content:encoded>Die vier Ebenen der Messung Werbewirkung ist kein einzelner Zustand, sondern eine Kette. Am Anfang steht der Kontakt, am Ende möglicherweise eine Handlung. Zwischen beiden liegen mehrere Schritte, und jeder Schritt lässt sich messen. Die entscheidende Frage ist nicht, ob gemessen wird, sondern welche Ebene eine Kennzahl beschreibt. Die erste Ebene ist die Auslieferung. Hier wird gemessen, ob ein Werbemittel überhaupt ausgespielt wurde: Impressionen, Abrufe, Sichtbarkeitswerte, Reichweiten, Kontaktsummen. Diese Ebene beschreibt die Verteilung der Kontakte und nichts darüber hinaus. Die zweite Ebene ist die Befragung. Hier wird gemessen, ob der Kontakt wahrgenommen wurde und ob sich Erinnerung oder Einstellung verändert haben. Typische Größen sind gestützte und ungestützte Erinnerung, Markenbekanntheit, Zuschreibungen von Eigenschaften und Kaufabsichten. Diese Ebene beschreibt Zustände im …</content:encoded><category>Hintergrund</category><category>DACH</category><category>wirkung-messung</category><author>Dr. Marlene Kaufmann</author></item><item><title>Media-Mix: Reichweite, Frequenz und Kanalrollen</title><link>https://context-werbung.de/journal/media-mix-reichweite-frequenz/</link><guid isPermaLink="true">https://context-werbung.de/journal/media-mix-reichweite-frequenz/</guid><description>Wie Kanalrollen, Nettoreichweite und Kontakthäufigkeit zusammenwirken. Mit methodischen Modellen und den Grenzen kanalübergreifender Addition.</description><pubDate>Mon, 31 Aug 2026 07:00:00 GMT</pubDate><dc:creator>Marc Schultheiss</dc:creator><content:encoded>Funktionale Aufgaben der Kanäle Ein Media-Mix ist keine Sammlung von Kanälen, sondern eine Aufgabenverteilung. Jeder Kanal übernimmt in einem Plan eine bestimmte Funktion, und diese Funktion ergibt sich aus den Bedingungen, unter denen der Kontakt stattfindet: Kontaktzeit, Aufmerksamkeitsniveau, Möglichkeit zur Wiederholung, Verfügbarkeit von Ton und Bewegung, Nähe zum Kaufzeitpunkt. Aus diesen Bedingungen lassen sich grob zwei Aufgabentypen unterscheiden. Der eine Typ dient dem schnellen Aufbau von Reichweite. Er ist durch hohe Kontaktzahlen bei geringer Kontaktzeit gekennzeichnet. Der andere Typ dient der vertiefenden Kontaktchance. Er erreicht weniger Personen, bietet aber mehr Zeit und häufig einen inhaltlichen Kontext, der die Botschaft stützt. Diese Unterscheidung ist nicht mit einer Rangfolge zu verwechseln. Ein Kanal mit kurzer Kontaktzeit ist nicht der schlechtere Kanal, …</content:encoded><category>Hintergrund</category><category>DACH</category><category>medien-distribution</category><author>Marc Schultheiss</author></item><item><title>Wiedererkennung: Was eine Marke außer ihrem Logo braucht</title><link>https://context-werbung.de/journal/wiedererkennung-distinctive-assets/</link><guid isPermaLink="true">https://context-werbung.de/journal/wiedererkennung-distinctive-assets/</guid><description>Wie Farben, Formen, Akustik und Typografie als Markencodes wirken. Über Distinctive Brand Assets, Eindeutigkeit und Bekanntheit jenseits des Logos.</description><pubDate>Mon, 17 Aug 2026 07:00:00 GMT</pubDate><dc:creator>Sophie Lindemann</dc:creator><content:encoded>Bekanntheit und Eindeutigkeit Die Diskussion über Markenzeichen leidet häufig an einer begrifflichen Vermischung. Ein Element kann sehr bekannt sein und dennoch nicht auf eine bestimmte Marke verweisen. Es kann auch sehr eigenständig sein und dennoch kaum jemandem bekannt. Diese beiden Eigenschaften sind unabhängig voneinander, und ihre Unterscheidung ist die Grundlage jeder belastbaren Prüfung. Das Ehrenberg-Bass-Institut hat für diese Unterscheidung die Begriffe Fame und Uniqueness geprägt. Fame bezeichnet den Anteil der relevanten Käuferschaft, der ein Markenelement kennt. Uniqueness bezeichnet den Anteil, der dieses Element korrekt und ausschließlich einer bestimmten Marke zuordnet. Erst das Zusammenspiel beider Größen beschreibt, ob ein Element als Markensignal taugt. Die Matrix der beiden Dimensionen ergibt vier Zustände, die jeweils eine andere strategische Konsequenz haben. Ein …</content:encoded><category>Analyse</category><category>DACH</category><category>strategie-marke</category><author>Sophie Lindemann</author></item><item><title>Migros: Wie ein Preisversprechen verschiedene Formate verbindet</title><link>https://context-werbung.de/journal/migros-eigenmarken-preisversprechen/</link><guid isPermaLink="true">https://context-werbung.de/journal/migros-eigenmarken-preisversprechen/</guid><description>Wie Migros 2025 ein Eigenmarkenversprechen über Film, Plakat und DOOH übersetzt. Eine Analyse der Formatarchitektur und der veröffentlichten Belege.</description><pubDate>Mon, 03 Aug 2026 07:00:00 GMT</pubDate><dc:creator>Leonhard Frisch</dc:creator><content:encoded>Unterschiedliche Kontaktzeiten im Media-Mix Die Kampagne zu den Migros-Eigenmarken, über die HORIZONT im Februar 2025 berichtete, besteht aus mehreren Teilen: einem Werbefilm des Regie-Duos Dorian &amp; Daniel, einer Out-of-Home-Strecke mit Inseraten und einer Digital-Out-of-Home-Kampagne. Die beteiligte Agentur Thjnk Zürich beschreibt das Markenversprechen als „Gute Qualität zum kleinen Preis“. Damit liegt eine Konstruktion vor, die in der Handelswerbung häufig ist und die in der formatübergreifenden Umsetzung eine besondere Schwierigkeit mit sich bringt. Diese Schwierigkeit ergibt sich aus der Kontaktzeit. Ein Film von rund einer Minute erlaubt den Aufbau einer Handlung mit Ausgangslage, Wendung und Auflösung. Ein Plakat wird in der Bewegung wahrgenommen, häufig innerhalb von ein bis drei Sekunden. Ein digitales Außenwerbemittel liegt dazwischen, muss aber ohne Ton funktionieren und mit …</content:encoded><category>Fallstudie</category><category>Schweiz</category><category>kreation-kampagnen</category><author>Leonhard Frisch</author></item><item><title>Ja! Natürlich: Was eine wiederkehrende Werbefigur leisten kann</title><link>https://context-werbung.de/journal/ja-natuerlich-werbefigur/</link><guid isPermaLink="true">https://context-werbung.de/journal/ja-natuerlich-werbefigur/</guid><description>Was das Schweinderl in der Werbung von Ja! Natürlich leisten kann. Eine österreichische Fallstudie über Figuren, Markencodes und belegbare Kontinuität.</description><pubDate>Mon, 20 Jul 2026 07:00:00 GMT</pubDate><dc:creator>Alexander Weber</dc:creator><content:encoded>Vorwissen als Entlastung Werbekommunikation arbeitet unter einer harten Bedingung: Sie hat nur wenige Sekunden, um verstanden zu werden, und sie konkurriert dabei mit allem, was im selben Umfeld ebenfalls Aufmerksamkeit beansprucht. Jede Erklärung kostet Zeit, die für die eigentliche Botschaft fehlt. Aus dieser Knappheit entsteht der Wert etablierter Zeichen. Ein Zeichen, das bereits gelernt wurde, muss nicht mehr eingeführt werden. Es kann sofort als Verweis auf einen Absender dienen und die verbleibende Aufmerksamkeit für die Botschaft freigeben. Eine wiederkehrende Werbefigur ist ein solches Zeichen in ihrer umfangreichsten Form. Sie bündelt mehrere Merkmale in einem einzigen Wiedererkennungsanker: eine Silhouette, eine Stimme, eine Bewegungsart, eine Sprechweise, ein Verhältnis zu anderen Figuren. In der österreichischen Biomarke Ja! Natürlich übernimmt diese Aufgabe eine Figur, die …</content:encoded><category>Fallstudie</category><category>Österreich</category><category>strategie-marke</category><author>Alexander Weber</author></item><item><title>EDEKA #heimkommen: Wenn ein Werbefilm den Anlass besetzt</title><link>https://context-werbung.de/journal/edeka-heimkommen-weihnachtswerbung/</link><guid isPermaLink="true">https://context-werbung.de/journal/edeka-heimkommen-weihnachtswerbung/</guid><description>Wie EDEKAs Weihnachtsfilm von 2015 Familie und Einkaufsanlass verbindet. Eine Analyse der Narrativik, Markenrolle und Grenzen öffentlicher Belege.</description><pubDate>Mon, 06 Jul 2026 07:00:00 GMT</pubDate><dc:creator>Dr. Marlene Kaufmann</dc:creator><content:encoded>Der Film verkauft kein Produkt. Er besetzt einen Termin im Kalender und überlässt der Kategorie die Arbeit. Ein emotionaler Anlass vor der Ware Der Film beginnt mit einer Abwesenheit. Eine Familie versammelt sich über Jahre hinweg zu Weihnachten, ein Platz am Tisch bleibt leer, und die Angehörigen verabschieden sich von einem Mann, den sie für tot halten. Erst am Ende wird die Vorgetäuschung aufgelöst: Der Vater hat die Zusammenkünfte aus der Distanz beobachtet und kehrt zum gemeinsamen Essen zurück. Diese Auflösung ist dramaturgisch keine Nebensache, sondern die Stelle, an der der Film seine Botschaft platziert. Was zuvor als Verlust erzählt wurde, wird zur Rückkehr, und der Ort der Rückkehr ist eine gedeckte Tafel. Bemerkenswert ist dabei, was in dieser Erzählung fehlt. Es gibt keinen Preis, kein Sortiment, keinen Hinweis auf Qualität oder Herkunft, keine Produktaufnahme im …</content:encoded><category>Fallstudie</category><category>Deutschland</category><category>kreation-kampagnen</category><author>Dr. Marlene Kaufmann</author></item></channel></rss>